UNSCHÄRFE FOKUSSIERT DAS SEHEN

FLUX

Das Reale wird fluide – die Kombination aus mehrfachen Überlagerungen, gezielter Unschärfe, Über- und Unterbelichtung ergibt faszinierende Bildwelten. Dinge nehmen neue, entfernt bekannte Formen an. Was dabei entsteht, sind Bilder zwischen Auflösung und Erkennen.

ARCH_ICONS

Ikonen der Architektur, hundertfach abgebildet und zu Symbolen ihrer selbst überhöht. Was aber bleibt, wenn das Vertraute sich durch Verfremdung entzieht? Überraschend viel.

WIR

Wir: tausendfach porträtiert, in unseren Gesten, Umgebungen festgehalten. Fehlt die Schärfe oder verwischt Bewegung das Abbild, werden wir zu Schemen. Aber eine Silhouette reicht, um uns zu erkennen: Da ist jemand.

WALDRAUSCH

Kein Wald ist wie der andere. Buchengrau oder Kiefernrot, lichtes Gehölz oder dichtes Dunkel, junge Bäume und knorrige Veteranen. Entschärfte Fotografie betont die Vielfalt der Wälder, die Vertikalität, den natürlichen Rhythmus und die beruhigende Atmosphäre, die wir ersehen.

ABSTRACTS

Irgendwo dahinter liegt ein Ursprung – eine Landschaft, ein Detail, eine Oberfläche. Doch das Bild hat sich davon längst gelöst. Was bleibt, sind Farben, Flächen, Stimmungen. Sphärische Räume, die nirgendwo sind und überall. Fotografie wird Emotion.

LANDSEASCAPE

Weite – das große Motiv der Landschaftsfotografie, die nach maximaler Schärfe und Perfektion strebt, dabei aber nichts mehr erzählt. Dabei ist Landschaft subjektiv, offen für Assoziationen, für Entdeckungen. Unschärfe schafft den Raum für eigene Ahnungen, öffnet den Blick in die Welt.

URBAN VISIONS

Die Stadt lebt, ist in Bewegung, verändert sich kontinuierlich. Entschärft verliert das Stadtbild seine Lesbarkeit und rückt den Puls, das Rauschen, die Energie des urbanen Lebens samt ihrer Menschen in den Blick.

BOTANICALS

Gewöhnliche Pflanzen, übersehen im Alltag. Nah herangegangen, zwischen Schärfe und Unschärfe, überrascht das Detail: ein Blatt wird zur Landschaft, eine Blüte zum abstrakten Farbfeld, ein Stängel zur Linie. Und: die Schönheit liegt gerade auch in ihrer Vergänglichkeit.

BRÜCKENDRUNTER

Brücken überquert man. Man nimmt sie kaum wahr – sie verbinden, sie tragen, sie verschwinden unter den Füßen. Doch von unten betrachtet, zeigen Brücken ihren eigentlichen Charakter: mal massiv, monumental, filigran, dynamisch. Ein Perspektivwechsel im Alltag.

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